| um 1200 |
Beginn der Besiedlung des Lauensteiner Gebietes, Gründung der Burg Lauenstein. |
| vor 1240 |
Abbau von Zinnerz bei Graupen (Krupka)/ Böhmen. |
| vor 1300 |
Besiedlung erreicht im Gebiet Fürstenau/ Fürstenwalde die Kammregion. |
| um 1300 |
Erste bedeutende Blüte des Graupener Zinnbergbaus. |
| 1378 |
Erste Erwähnung des "Zinnwald" in einer erzbischöflichen Bestallung im Teplitzer Urkundenbuch. |
| 1402 |
Einfachste Bergarbeit (Zinnseifen) im Gebiet des oberen Seegrundes und am Bornberg in der Umgebung des späteren Böhmisch - Zinnwalds durch Lehnsherren der meißnischen Seite nachweisbar. |
| 1416 |
Erwähnung einer Viehtrift und des Bergbaus in Obergraupen (Horni Krupka) gegen den Mückenberg zu. |
| 1422 |
Verwüstung der Kammregion in den Hussitenkriegen, viele Siedlungen werden unbewohnbar. |
| um 1440 |
Entdeckung der Zinnlagerstätte Altenberg. |
| 1459 |
Festlegung der Grenze zwischen Sachsen und Böhmen im Vertrag von Eger, welche die Zinnwalder Erzlagerstätte zweiteilte. |
| nach 1450 |
Bau des Aschergrabens aus böhmischem Quellgebiet über den Rosengrund bis nach Altenberg für die dortigen Erzmühlen. Anlegen von Wegen zwischen Graupen und Altenberg. |
| 1462 |
Die Ansiedlung Neugeising erhält Stadtrecht. |
| 1464 |
Der bürgerliche Montanunternehmer Hans Münzer wird Grundherr auf Lauenstein. |
| 1466 |
Auf dem "Tzinnwalde" werden erneut Zinnseifen genannt. |
| ab 1510 |
Gerodete Flächen (Wiesen) in Sächsisch-Zinnwald nachweisbar. |
| 1517 |
Die Herrschaft Lauenstein kommt für 300 Jahre an die Familie von Bünau. |
| 1520 |
Erwähnung einer Zwittermühle in Sächsisch-Zinnwald. |
| 1530/ 50 |
Der Bergbau in Böhmisch-Zinnwald wurde zu fast zwei Dritteln von sächsischen Bergleuten aus der Gegend von Altenberg und Geising betrieben. |
| vor 1540 |
Vermutliches Fündigwerden im Bünauischen (Sächsischen-) Zinnwald. |
| 1546 |
Erlass einer Bergordnung für Lauenstein durch die Grundherrschaft. |
| um 1550 |
Beginn der Blütezeit im Böhmisch-Zinnwalder Bergbau, die bis zum Ausbruch des 30-jährigen Krieges anhielt. |
| 1551 |
Durchschlag eines Erbstollens von sächsischer Seite zur Grube St.Georg in Böhmen, wahrscheinlich der jetzige alte und obere (Bünau-) Stollen. |
| 1555/ 56 |
Für Böhmisch-Zinnwald werden erstmalig und zweifelsfrei 14 Häuser erwähnt. |
| 1565 |
Gründung des Bünauischen Bergamtes in Neugeising (zuvor hatte es seit 1475 seinen Sitz in Lauenstein gehabt). |
| 1570 |
Für den "Bünauischen Zienwald", der von Anbeginn an zunächst zu Neugeising gehörte, werden erstmals zwei Siedler genannt (diese Zahl hatte sich auch 1612 noch nicht erhöht). |
| 1577 |
Böhmisch-Zinnwald zählt bereits 27 Hauswirte. |
| 1589 |
Aufnahme eines neuen Stollens "uffn Zinwalte, neben Georgen Rotten mühlen" unter dem Namen "Segen Gottes" durch Rudolph von Bünau. |
| 1591 |
Erlass einer grundrechtlichen Bergordnung für Neugeising. |
| 1596 |
Bedeutende Erzanbrüche in Sächsisch-Zinnwald, die anschließend zur ersten Blütezeit des Bergbaus auf sächsischer Seite führten. |
| um 1600 |
Der obere Bünau-Stollen bleibt 23 Jahre lang wegen Rechtsstreitigkeiten mit den böhmischen Grundherren unbebaut. |
| 1612 |
In der Neugeisinger Kirche wird das für Sächsisch-Zinnwald angeschaffte Häuerglöckel eingehängt. |
| 1640 |
Die Pest wütet in der Kammregion. |
| 1646 |
Plünderungen in Zinnwald durch schwedische Reiterei. |
| um 1650 |
Der Zinnwalder Bergbau ist durch die dem 30-jährigen Krieg nachfolgenden Hungersnöten und Epidemien fast ganz zum Erliegen gekommen. |
| 1651 |
Der Bergflecken Sächsisch-Zinnwald besitzt 8 Häuser. |
| 1671 |
Ortsgründung von Alt-Georgenfeld auf kurfürstlichem Grund und Boden durch böhmische Exulanten protestantischen Glaubens. |
| 1674 |
Verleihung des Schankrechtes für Georgenfeld an den Altenberger Amtmann Zumbe ("Grenzsteinhof"). (Bild) |
| 1686 |
Mit der Wiederbelebung des Bergbaus Beginn des "tieffen und Neuen Erb-Stollns", der ‚ohnweit der Fischerischen Mühle an der Altenbergischen Straße' seinen Anfang nahm. Dieser Grubenbau wurde seit Beginn des 19. Jahrhunderts als "Tiefer-Bünau-Stolln" bezeichnet und war wichtigster Stollen für alle Zinnwalder Reviere. |
| 1688 |
21 Steuerzahler (Ansiedler) in Sächsisch-Zinnwald. |
| 1690 |
Die Einwohnerzahl ist auf 125 angewachsen. |
| 1692 |
Erscheinen der Bünauischen Berg- und Hüttenordnung (wurde 1710 nochmals überarbeitet). |
| 1697 |
Eröffnung des ersten Gasthofes in Sächsisch-Zinnwald ("Sächsischer Reiter") (Bild) |
| 1712 |
Der gesamte Rinderbestand von Zinnwald wird durch die Rinderpest vernichtet. |
| 1717 |
Sächsisch-Zinnwald wird von Neugeising verwaltungsmäßig abgetrennt und politisch zur selbständigen Gemeinde erklärt. |
| 1728 |
Gründung von Neu-Georgenfeld durch Ansiedlung von aus Böhmen vertriebenen Protestanten (Exulanten). |
| um 1730 |
Beginn einer erneuten Blüte des Zinnwalder Bergbaus, sie reicht, mit einer Unterbrechung um und nach dem Siebenjährigen Krieg, bis etwa 1785. |
| 1731 |
Sächsisch-Zinnwald erhält eine eigene Schule. |
| 1731 |
Die Familie des Fürsten Clary-Aldringen auf Teplitz kauft den bis dahin im Besitz der Stadt Graupen befindlichen Anteil von Böhmisch-Zinnwald und wird damit dritter Partner bei der Erzgewinnung aus der Zinnwalder Lagerstätte. |